Prostata-Diagnostik


Prostatakarzinom: Früherkennung und Diagnose

Zur Früherkennung und Diagnose des Prostatakarzinoms ist es erforderlich, die Vorsteherdrüse so genau wie möglich zu untersuchen. Hier ist die Empfehlung, bildgebende Verfahren zu nutzen. Deshalb wird bei uns für die Sicherheit des Patienten die moderne und den Organismus nicht belastende multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT) der Prostata eingesetzt. Diese Verfahren arbeiten ohne Bestrahlung, sondern mit Magnetfeldern. Die Untersuchung wird ohne Endorektalspule durchgeführt und ist für Sie schmerzfrei. Darüber hinaus erlaubt die Untersuchung auch eine Beurteilung des kleinen Beckens.


Ablauf der multiparametrischen MRT der Prostata

Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten. Sie liegen dabei bequem auf dem Rücken. Zur Reduzierung von Darmbewegung erhält der Patient vor der Untersuchung ggf. ein Medikament, die Harnblase sollte zuvor entleert werden. Über eine Verweilkanüle am Arm wird ein gut verträgliches nicht-jodhaltiges Kontrastmittel zugeführt. Es dient der Darstellung der Prostata-Durchblutung und der Beurteilung von Lymphknoten und Nachbarstrukturen.
Die mpMRT besteht aus mehrere sich ergänzende Untersuchungsparameter in einer Sitzung kombiniert, die die Tumorbiologie berücksichtigen. Sie bietet eine deutlich höhere diagnostische Sicherheit bei der Karzinom-Erkennung der Prostata.
Folgende Parameter stehen für die Bildgebung zur Verfügung:

  • Hochauflösende T2-Bildgebung
    Durch die hochaufgelöste Bildgebung wird die Anatomie der Prostata und der Umgebungsstrukturen in mehreren Ebenen genau dargestellt.
  • Diffusionsgewichtete Bildgebung
    Die Diffusionsbildgebung zeigt, stark vereinfacht ausgedrückt, die Bewegung der Wassermoleküle im Gewebe. In Tumorgewebe ist unter anderem durch die erhöhte Zelldichte die Beweglichkeit der Wassermoleküle eingeschränkt und die Bildgebung zeigt hier die Unterschiede zum normalen Gewebe an
  • Perfusionsbildgebung
    Die Aufnahme des Kontrastmittels im Gewebe hängt unter anderem von der Beschaffenheit der kleinsten Gefäße ab. Im Tumorgewebe entstehen unkontrolliert neue Gefäße und der Tumor ist auf Grund seines erhöhten Nährstoffbedarfs stark durchblutet. Die Verteilung des Kontrastmittels im Gewebe lässt Rückschlüsse auf mögliches Tumorgewebe zu. Mit einer speziellen Software wird die Kontrastmittel-Dynamik analysiert und es werden zahlreiche verschiedene Parameter berechnet.


Der Nutzen des Untersuchungsverfahrens:

  • Ein gezielter Beitrag zur Lokalisation des Tumors und Planung der Gewebeentnahme Abbau falsch negativer und wiederholter Biopsien
  • Abbau des Upgradings nach Operation durch gezielte Planung der Gewebeentnahme
  • Zweitmeinung vor Operation
  • Unterstützung in Therapieplanung
  • Gezielte Therapieplanung vor Strahlentherapie
  • Therapiekontrolle und Nachsorge
  • Verlaufsbeobachtung von nicht operativen Tumoren (wenig aggressiven Tumoren). Der einzigartige Vorteil der Qualitätssicherung von RaDiagnostiX - Prostata - und deren Befundstandards bieten die Voraussetzung, um Vergleichsuntersuchung im Laufe der Zeit gewährleisten zu können
  • Rezidiv-Diagnostik
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